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Nutzerfreundliche Alternativen zum RF Framework in SAP EWM

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Nutzerfreundliche Alternativen zum RF Framework in SAP EWM

Christian Farago

geschrieben von

Christian Farago

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Aktualisiert am 10. Juli 2025

SAP liefert das Extended Warehouse Management (EWM) standardmäßig mit seinem RF-Framework für mobile Datenerfassung aus. Dabei verfolgt SAP einen bekannt pragmatisch-funktionellen Ansatz. Mobile Prozesse können am Mobilgerät bearbeitet werden – moderne User Experience wird jedoch vernachlässigt.

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Mobile Datenerfassung mit dem Radio Frequency Framework

Das RF-Framework von SAP nutzt etablierte SAP-Technologien, um mobile Prozesse in der Lager- und Produktionslogistik zu unterstützen. Die Technologien erfüllen grundsätzlich ihren Zweck, wobei der Anwender gewisse Einschränkungen hinsichtlich Performance und Nutzerfreundlichkeit akzeptieren sollte.

RF-Framework ist wenig nutzerorientiert

  • SAP liefert mit dem RF-Framework umfangreiche Standardprozesse, wobei deren Anpassung im Rahmen des RF-Frameworks vergleichsweise aufwändig ist.
  • Die Standard-RF-Transaktionen bieten sehr viele Informationen auf dem mobilen Bildschirm an, die in Ihrer Fülle so in vielen MDE-Projekt nicht erforderlich sind.
  • Die Bedienbarkeit weist einige Schwächen auf: Eingabemasken sind teilweise sehr unübersichtlich. Labeltexte sind sehr kurz und für den normalen Lagermitarbeiter oft nicht intuitiv. Manche Felder, z. B. für Handling Units sind auf dem Mobilbildschirm zu kurz dargestellt, so dass Endziffern nicht sichtbar sind. Hinweistexte zur Nutzerführung fehlen.

ITS Mobile ist nicht mehr zeitgemäß

  • Das RF-Framework setzt auf ITSmobile. Diese SAP-Standardtechnologie ist zukunftssicher, weil sie auch unter S/4 HANA genutzt werden kann. Sie weist allerdings funktionelle Schwächen auf.
  • So kann beispielsweise keine Kamera in mobile Prozesse eingebunden werden.
  • Bei WLAN-Unterbrechungen kommt es zu Sessionverlusten der mobilen Anwendung mit der Folge, dass eingegebene Daten verloren gehen. Das wiederum sorgt bei wiederholtem Auftreten oft für abnehmende Akzeptanz der MDE-Lösung bei den Lagermitarbeitern.

Oberflächenoptimierung mit Fiori möglich?

  • Es gibt die Möglichkeit, RF-Transaktionen mit SAP Fiori-Oberflächen zu versehen. Damit werden die Oberflächen nutzerfreundlicher.
  • Gleichzeitig kann die Performance der mobilen Lösung leiden, da in der Regel große Datenvolumina übertragen werden. Das sorgt spätestens bei einem globalen Roll-out für spürbare Latenzen bei den Werken, die weit entfernt vom SAP-System sind.

Native Android-basierte EWM-Apps als alternative Lösung

Alternativ zum RF-Framework können für SAP EWM-basierte Logistikprozesse auch native App-Lösungen zum Einsatz kommen, die direkt mit SAP bzw. EWM kommunizieren. Diese basieren entweder auf den Standard-RF-Transaktionen oder sind von vornherein auf die Unternehmensspezifischen Logistikprozesse angepasst.

Gerade der letztgenannte Aspekt spielt in der Praxis auf dem Shopfloor oder im Lager eine entscheidende Rolle: Um optimale Prozesse abzubilden, muss sich die Effizienz der EWM-geführten Prozesse auch in der MDE-Lösung widerspiegeln. Und zwar in individualisierten Eingabeabfolgen und Oberflächen, die nutzerorientiert designt und auf den jeweiligen Prozess fokussiert sind.

Nutzerfreundliche mobile EWM-Lösungen sind möglich

Nutzerorientierung meint im EWM-Kontext, dass bewährte mobile Bedienkonzepte aus dem Consumer-Bereich auch im Lagerkontext eingesetzt werden:

  • Eingabemasken sind auf das Wesentliche reduziert.
  • Nutzer werden über Hinweistexte durch die Prozesse geführt.
  • Intuitive und eindeutige Labelbezeichnungen wirken ordnend.
  • Barcode-Scans befüllen nur dafür vorgesehene Felder.
  • Flexibler Einsatz von Hardware-Peripherie wie Kamera, NFC oder RFID im Prozesskontext.
  • Nutzung App-integrierter Plausibilisierungen für korrekte Dateneingaben.

Fazit

Letztlich soll die mobile Datenerfassung mit SAP EWM effiziente Prozesse ermöglichen. Dazu gehört, dass eine optimale “Übersetzung” der EWM-Prozesse in mobile Prozesse gelingt. Darüber hinaus sollte es gelingen, eine Lösung umzusetzen, die von Lagermitarbeitern ohne Einarbeitung intuitiv und mit “Spaß” bedient wird. Nicht zuletzt muss eine MDE-Lösung auch hochperformant sein, gerade im weltweiten Einsatz, um Anforderungen an optimale Logistikprozesse zu erfüllen.

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